Die Top Kurstädte in Deutschland

Kurstädte sind eine Erfindung der Neuzeit. Das Konzept wurde in der kleinen belgischen Stadt Spa entwickelt. Die Wallonie (Spa gehört zur Wallonie in Belgien) war das erste industrialisierte Gebiet in Europa und erzeugte entsprechend große Vermögen für Teile der Bevölkerung. Die Quellen in Spa zogen viele vermögende Besucher an und Spa wurde zur Kurstadt umgebaut. Zur Unterhaltung wurde in der Stadt auch ein Casino gebaut. Das Konzept war so beliebt, dass es Besucher aus aller Welt anzog.

Bald wurde das Konzept in anderen Städten und Ländern übernommen. Auch in Deutschland wurde die Kombination von Kurbad und Casino adaptiert. Um sich von dem kleinen Nachbarn Belgien abzugrenzen wurde der Begriff Spielbank benutzt und nicht Casino.
Aber hier geht es um unsere Zeiten. Wir werfen einen Blick auf die größten Kurstädte in Deutschland.

Baden Baden – lange Tradition und viel zu entdecken

Baden Baden ist der kleinste Stadtkreis des Bundeslandes Baden-Württemberg. Bekanntheit hat dieser nicht nur durch seine Medien-, Kunst- und internationale Festspiele, sondern vor allem auch durch sein Angebot als Kur- und Bäderstadt. Dabei ist das keine Neuentdeckung, denn schon die Römer wussten um die stärkenden Einflüsse der heißen Thermalquellen, worauf auch die bekannte Caracalla-Therme erbaut wurde.

Auch heute reisen viele Menschen dorthin, um mit ihrer Gesundheit in Einklang zu kommen. Unter anderem können dort neben Akupunkturen und Aroma- und Atemtherapien auch Tai Chi, Yoga und Fußreflexmassagen in Anspruch genommen werden. Leidet man an chronischen Rückenleiden, Unfall-Folgeschäden, Arthrosen oder etwas anderem, so kann in Absprache mit dem Arzt eine Kur beantragt werden. In der Freizeit können die Parkanlagen oder zahlreiche Kulturausstellungen besucht werden.

Baden Baden

Foto „Across the canal at Baden Baden“ von Judi Gowing unter der CC BY-SA 2.0 Lizenz

Auch einen Besuch wert ist die Spielbank in Baden Baden, welches sich im Kurhaus befindet. Dort können zahlreiche Glücksspiele gespielt werden – allerdings erst ab 21 Jahren und mit einer entsprechenden Garderobe, die auch vor Ort geliehen werden kann. Ein Reisepass oder Personalausweis sollte mitgeführt werden.

Bad Wiessee – Kurort mit Alpenpanorama

Schon über 100 Jahre pilgern Menschen, die nach Ruhe, Entspannung und Gesundheit suchen, nach Bad Wiessee am Tegernsee. Der Kurort ist rund eine Stunde mit dem Auto von München entfernt und bietet ein wunderschönes Naturpanorama, welches zu ausgiebigen Spaziergängen einlädt. Vor allem die Seepromenade, die sich über fünf Kilometer erstreckt, ist ein absolutes Highlight.

Auch der Yachthafen oder die Stolzen Höfe oder die Wälder sind einen Besuch wert. Besonders bekannt ist dieser Kurort durch Jod-Schwefel-Quellen, die die am stärksten konzentrierten in Deutschland sind. Sie entsäuern den Körper, straffen und entspannen die Haut und sorgen für ein allgemein besseres Wohlbefinden. Die Klinik Medical Park Bad Wiessee St. Hubertus hat sich auf die Bereiche Orthopädie, Traumatologie, Sportmedizin sowie Kardiologie und Innere Medizin spezialisiert und ist für diese gesundheitlichen Defizite der ideale Anlaufpunkt. Damit den Patienten geholfen werden kann, wird dort nur moderne Technik benutzt, sodass die ideale Therapie gefunden werden kann.
Heiligendamm – Rehabilitationsklinik im ältesten deutschen Seebad

Patienten, die Probleme mit ihren Atemwegen, der Haut, ihrer Psyche oder mit Allergien zu kämpfen haben, sind in der Median Klinik im Kurort Heiligendamm gut aufgehoben. Für die Genesung stehen eine Menge unterschiedlicher Möglichkeiten zur Verfügung, die schon seit Jahrzehnten gerne in Anspruch genommen werden. Sehr beliebt sind unter anderem die beiden Strandabschnitte, die mit gemütlichen Strandkörben ausgestattet sind. Der Fahrradverleih und das Schwimmbad bringen Abwechslung in die Freizeit und nach den Ausflügen kann im Café der Tag ausklingen. In Heiligendamm gibt es spezialisierte Fachabteilungen, die selbstverständlich alle Fachärzte haben, um die bestmöglichen Therapien gewährleisten zu können.

Bäderdreieck Bad Füssing – heilend und kulturell

In Niederbayern befindet sich das Thermalbäderdreieck, welches aus Bad Füssing, Bad Birnbach und Bad Griesbach besteht. Im Bäderdreieck Bad Füssing finden Patienten, die auf der Suche nach Erholung sind und etwas für ihre Gesundheit tun möchten, die Europatherme, das Johannesbad und die Therme 1, die über einen Saunahof verfügt.

Die Thermalquellen sind sehr bekannt und entsprechend beliebt, denn das 56 Grad Celsius heiße Wasser haben erwiesene heilende Kräfte von der die Gäste und Patienten profitieren können. In der Freizeit können unterschiedliche kulturelle Veranstaltungen besucht werden, wie unterschiedliche Festivals oder Straßenfeste, die ideal sind, um besser gesund zu werden.

Bad Griesbach – Vorbeugung und Reha

Bad Griesbach ist ebenfalls ein beliebter Kurort, der nicht nur zum Gesundwerden gut ist, sondern auch zur Vorbeugung. An der richtigen Stelle eine Pause vom Alltag zu machen, kann wahre Wunder bewirken. Die Bad Griesbacher Thermal-Mineral-Quellen sind ein wichtiges Element der angebotenen Therapien, die die Physiotherapeuten und Kurärzte anbieten. Unterschiedliche Kuren helfen bei der Gesundheitsförderung, Entspannung, chronische Beschwerden des Rückens, der Hüfte Knie oder bei Osteoporose. Wander- und Nordic Walking-Routen sind beliebt, um die Umgebung kennenzulernen und dabei eine Menge frischer Luft zu tanken, die vielen in der Stadt in dem Maß nicht gegeben ist.

Bad Birnbach – staatlich anerkanntes Heilbad

In Bad Birnbach liegt das Rehabilitationszentrum Klinik Rosenhof, bei dem Patienten mit orthopädischen Beschwerden aufgenommen werden, die sich beispielsweise von einer Operation erholen müssen. Die Kurklinik ist umgeben von einer bäuerlichen Kulturlandschaft, in der es nicht oft regnet. Staatlich als Heilbad anerkennt ist Bad Birnbach schon seit 1987. Es gibt unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten: Anschlußrehabilitation (AHB) oder die stationären Heilbehandlungen (Reha), die auch bei chronischen Beschwerden infrage kommt. Zum Behandlungsspektrum gehören unter anderem Schmerz-, Elektro- oder die Ergotherapie. Aber auch eine Ernährungsberatung, sowie ein Trainingsprogramm bei Inkontinenz oder die Inhalationstherapie sind gerne angenommen und lange nicht die Einzigen.



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