Thailand - der Klassiker in Südostasien
„Ladies and Gentlemen, we will soon be landing at Suvanabhumi International Airport. Please return to your seat, fasten your seatbelt and bring your seat back to an upright position“ - 10 Stunden Flug von Deutschland entfernt, liegt eine andere, eine exotische und faszinierende Welt: Bangkok, Thailand. Hier auch „Land des Lächelns“ genannt, ist in Deutschland das Königreich Thailand vor allem für drei Dinge bekannt: Für endlose Traumstrände, ausschweifende (Full Moon) Partys und den Sextourismus.
Reisen nach Thailand sind in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Flüge dorthin sind stets billiger geworden und inzwischen schon ab 400 € zu haben. Die Gründe für die große Beliebtheit Thailands als Reiseziel sind indes vielfältig: Das Wetter in Thailand ist im Vergleich zu Deutschland meist sonnig und sehr warm; Deutsche sind darüber hinaus von dem, für sie besonders attraktiven, Preis-Leistungsverhältnis beeindruckt.
Der Hauptgrund, warum es in letzter Zeit eine so große Zahl von Touristen nach Thailand gezogen hat, liegt aber wahrscheinlich in der Tatsache begründet, dass zum Reisen, Entdecken und Erleben in Thailand für jedermann etwas vorhanden ist: Kulturtouristen schätzen die jahrtausende alte Geschichte des Königreichs, welche ihre Spuren in einer schier endlosen Anzahl von Tempeln, Pagoden und Palästen hinterlassen hat. Für echte Backpacker zählt die internationale Atmosphäre Bangkoks und die unglaublich offene Kultur der buddhistischen Thailänder, die eigentlich jedem erlaubt daran Teil zu haben. Partyurlauber haben im Thailand Urlaub ausschweifende Möglichkeiten, wilde Partys zu feiern, die einen Vergleich mit Mallorca nicht im Geringsten zu scheuen haben; und das keineswegs nur auf Koh Phangan und der Full Moon Party.
Aber auch die Erholungssuchenden finden an Thailands Küsten weiterhin viele ruhige, genügsame Orte, wo angesichts Thailands berühmter „sabai-sabai“ Kultur, die Wörter
Trotzdem ist die Anzahl der Touristen, die in den vergangenen Monaten nach Thailand reisten, merklich zurückgegangen. Neben seiner Schönheit, Gastfreundlichkeit und Gemütlichkeit ist Thailand nämlich mittlerweile nicht mehr nur Politik-Wissenschaftlern für seine notorisch-instabile politische Lage bekannt. Die Situation in Thailand muss zumindest als „angespannt“ bezeichnet werden, und das nicht erst seitdem im Herbst 2006 das Militär gegen den damaligen Premierminister Thaksin Shinawatra putschte.
Lief der Militärputsch und die Flughafenbesetzung der monarchietreuen sog. „Gelbhemden“ gegen die Thaksin nahe stehende Nachfolgeregierung noch weitgehend friedlich ab, entlud sich der angestaute Zorn vieler Thaksin treuer „Rothemden“ über die Entmachtung ihres Idols und seiner Nachfolgeregierung in blutigen Straßenschlachten mit dem Militär.
Experten sehen die Gründe für die politische Krise des Landes nicht in Konfliktfeldern der Tagespolitik, sondern in tiefer liegenden, gesellschaftlichen Struktur-Problemen begründet.
Auch wenn sich gewaltsame Unruhen bisher immer nur auf Bangkok und Pattaya beschränkt haben und sich eine akute Gefahr für Leib und Leben von Touristen auf ein absolutes Minimalmaß beschränkt: Die immer wieder in den Medien auftauchenden Medienbericht über politische Krisen, die sich auch in sichtbarer Gewalt auf den Straßen Thailands niederschlägt, werden in Zukunft Thailands Tourismusindustrie weiter belasten. Eine langfristige Lösung des Konflikts scheint vorerst nicht in Sicht. Wie sich die Situation in nächster Zeit entwickeln wird, ist völlig unklar.